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Auf Wiedersehen!

  

Im DDR-Rentensystem gab es schon einige frauenspezifische Elemente wie:

 

    1.  Zurechnungsjahre für Kinder, weitere

    2.  Zurechnungsjahre für Erwerbsarbeit,

    3. Ausbildung und Teilzeitjahre wurden voll mitgezählt..

         All diese Jahre wurden mit dem Durchschnittsverdienst der

    4.  letzten 20 Jahre zur Rente berechnet.

       (Höheres Einkommen!). großzügiger Weise bekamen die Frauen

         auf Grundlage aller Arbeitsjahre (einschließl. der Zurechnungsz.)  einen

    5. Festbetrag dazu.

    6. Freiwilliger Beitrag von 3 Mark mtl. - Möglichkeit, bei

         familienbedingten Ausfallzeiten die Rentenanwartschaften zu erhalten.

    7.  Es gab eine Mindestrente, Voraussetzungen:

        1.  15 Jahre versicherungspflichtige Beschäftigung, oder

        2.  15 Jahre freiwillige Versicherung von mtl. 3 Mark, oder

        3.   5 Kinder  

        Der größte Teil der Frauen erfüllte diese Bedingungen.

 

         Mindestrente bedeutet:

        - Erspartes bleibt unangetastet.   

        - regelmäßig angepasst wie jede Rente

        - Zuverdienst ist möglich

 

„geldwerte Leistungen“ für alle Rentner in der DDR:    

 

    - ermäßigte Eintrittspreise,

    - keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge,  

    -Wohnungen von Rentnern waren unkündbar,      

    - Lebenshaltungskosten waren allgemein niedriger.

                                        

                                          ***

Diese familienfreundlichen Regelungen und damit erworbene Rentenanwartschaften wurden nach der so genannten “Rentenüberleitung“ gestrichen.

Nach geltendem bundesdeutschen Recht zählt bei Frauen und Männern gleich nur die Erwerbsarbeit.

Für Geschiedene gibt es den Versorgungsaugleich. Nicht für uns aus der DDR.

 

Die geltende Grundsicherung ist wie ein unverdientes Geschenk, sie ist demütigend nach der Lebensleistung von Frauen, nicht vergleichbar mit einer Rente! Grundsicherung muss jährlich neu beantragt werden.

 

                                                           2013, Edith Blaut, Dorothea Seefeld

 

 

                                                ***

 

Rentenberechnung Ost (DDR)                  nach Edith Blaut

Arbeitsjahre, auch Teilzeit             Einkommen der letzten 20 Jahre

 

1. Versicherungspfll. Beschäftigung     

 

2. Zurechnungszeiten

                                                              a) Durchschnittliches

Ausbildungszeiten nach                                 versicherungspflichtiges

dem 16. Lebensjahr für:                                 Einkommen

                                                                b) Durchschnittliches

Schulausbildung                                              Einkommen durch

Berufsausbildung                                             Beiträge zur FZR 

Direktstudium

 

- Nur für Frauen

1 Kind    -            1 Jahr

2 Kinder -            2 Jahre

ab dem 3. Kind für jedes Kind 3 Jahre =

3 Kinder -            9 Jahre

4 Kinder -          12 Jahre

5 Kinder -          15 Jahre

 

- Nur für Frauen

Versicherungspflichtige Beschäftigung

20 – 25 Jahre = + 1 Jahr

25 – 30 Jahre = + 2 Jahre

30 – 35 Jahre = + 3 Jahre

35 -  40 Jahre = + 4 Jahre

40 und mehr J.=+ 5 Jahre

- Nur für Frauen

Schwangerschafts- und Wochenurlaub sowie Zeiten der Mütterunterstützung

 

Summe der Arbeitsjahre = Prozentsatz

 

Berechnung der Rente – Ost

 

1. Alle Arbeitsjahre (S.O.) als % x durchschnittliches monatliches

    Einkommen der letzten 20 Jahre = Rente

 

2. dazu Festbeträge:

 

   Bis 25 Arbeitsjahre              170,- M

   25 – 30 Arbeitsjahre            180,- M

   30 - 35 Arbeitsjahre             190,- M

   35 - 40 Arbeitsjahre             200,- M

   40 und mehr Arbeitsjahre     210,- M

 

3. Beitragsjahre zur FZR x 2,5 = Prozentsatz

 

Prozentsatz x durchschnittliches monatliches Einkommen

versichert durch Beiträge zur FZR = Rente aus FZR 

 

Rente aus Punkt 1+2+3 =  Gesamtrente 

 

83% der Frauen bekamen nach der Wende, d.h. von 1992 bis 1996, diese DDR-Rente, weil sie höher war, als die Westrente. Danach gab es das Angebot nicht mehr, es war Teil der "Rentenüberleitung" . Der sogenannte "Auffüllbetrag", d.h. der Teil, der höher war als die Westrente, wurde danach abgeschmolzen, bis das West-Rentenniveau erreicht war.

 

Da niemand weiß, wie unsere Probleme gelöst werden, können wir vorläufig nur unsere Verluste durch die Neuberechnung unserer Renten darstellen und einen angemessenen Ersatz dafür fordern!

Verein der in der DDR geschiedenen Frauen